Antidiskriminierungsstelle des Bundes

05.01.2012 Themenjahr Alter 2012

"Im besten Alter. Immer." Das war unser Motto für das Jahr 2012, um Zuschreibungen wie "zu jung" oder "zu alt" in Frage zu stellen. Denn dahinter stecken oft Vorurteile, wie etwa, dass junge Menschen wenig Erfahrung hätten oder ältere nicht mehr flexibel seien. Nach einer repräsentativen Umfrage wissen wir: Jeder fünfte Mensch in Deutschland hat bereits Situationen erlebt, in denen er wegen seines Alters benachteiligt wurde. Deshalb hatte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes 2012 zum Themenjahr gegen Altersdiskriminierung erklärt.

Ziel des Themenjahres war es, zu ermutigen, aufzuklären und Verbesserungsvorschläge zu machen. Ermutigt haben wir etwa im Bereich Arbeitsmarkt, indem wir gute Beispiele aus der Praxis bekannt gemacht haben. Und wir hatten Botschafterinnen und Botschafter an unserer Seite, die diesem Thema ein Gesicht gegeben haben und während der Aktionswoche im April vor Ort gewesen sind. Eine Expertenkommission hat Handlungsempfehlungen erarbeitet, die wir im Dezember 2012 vorgestellt haben. Diese finden Sie hier.

Warum haben wir einen Schwerpunkt auf das Thema Alter gesetzt? Alter ist eines von sechs Merkmalen, die das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt und wegen denen kein Mensch diskriminiert werden darf. Weitere Diskriminierungsgründe sind ethnische Herkunft, Behinderung, Religion bzw. Weltanschauung, sexuelle Identität und Geschlecht. Welche Form Diskriminierungen aufgrund des einzelnen Merkmals haben, ist nicht immer leicht nachzuvollziehen. Deshalb haben wir uns entschieden, in jedem Kalenderjahr einen Schwerpunkt auf ein Merkmal zu setzen. Auftakt der in alphabetischer Reihenfolge geplanten Themenjahre machte 2012 das Alter.