Antidiskriminierungsstelle des Bundes

12.08.2012 Chronische Krankheiten

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat einen ihrer Forschungsschwerpunkte auf den Diskriminierungsschutz für chronisch kranke Menschen gelegt. Der unzureichende Schutz chronisch Kranker vor Benachteiligungen ist auch sechs Jahre nach Inkrafttreten des AGG ein großes Problem.

Die Antidiskriminierungsstelle fordert, dass alle chronisch kranken Menschen künftig vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz geschützt werden. Andere Länder bieten hier bereits einen weitgehenderen Rechtsschutz: Die Niederlande und Rumänien zum Beispiel nennen chronische Krankheiten als eigenes Diskriminierungsmerkmal. Belgien, Finnland, Frankreich, Lettland, Slowenien, Tschechien und Ungarn schützten Menschen gesetzlich vor Diskriminierungen wegen des Gesundheitszustands.

Im Folgenden wollen wir die wichtigsten Fragen zu chronischen Krankheiten beantworten. Darüber hinaus finden Sie einen Überblick über die Auswirkungen der aktuellen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs auf die Rechte chronisch kranker Menschen.