Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Diskriminierung an Hochschulen

An Hochschulen sind neben Beschäftigten, die durch das AGG geschützt sind, häufig auch Studierende von Diskriminierung betroffen. Für sie gilt der Schutz des AGG nicht.

Projekt: Diskriminierungsfreie Hochschule
Im Projekt "Diskriminierungsfreie Hochschule – Mit Vielfalt Wissen schaffen" wurden zehn Hochschulen dabei unterstützt, Diskriminierung und Diskriminierungsmechanismen zu erkennen sowie Strategien gegen Diskriminierung zu etablieren. Als Ergebnis des Projektes wurde neben einem Endbericht ein Praxisleitfaden für Mitarbeitende an Hochschulen erarbeitet. Dieser zeigt Handlungsmöglichkeiten zum Abbau von Diskriminierungen an Hochschulen auf.

Sexuelle Belästigung im Hochschulkontext
Die Expertise "Sexuelle Belästigung im Hochschulkontext - Schutzlücken und Empfehlungen" klärt über sexuelle Belästigung auf und gibt Handlungsempfehlungen für den Hochschulkontext, um den Schutz vor sexueller Belästigung für Studierende zu verbessern. Good-Practice Beispiele von deutschen Hochschulen illustrieren Handlungsmöglichkeiten für Hochschulen.

Rechtliche Einschätzung: Verwendung des gewählten Namens von trans*Studierenden an Hochschulen unabhängig von einer amtlichen Namensänderung

Möchten trans*Studierende ihren bürgerlichen Vornamen offiziell wechseln, ist dafür ein gerichtliches Verfahren nach dem Transsexuellengesetz (TSG) erforderlich. Das TSG enthält spezifische Voraussetzungen für einen amtlichen Vornamenswechsel.

Weniger eindeutig ist die Frage, inwiefern eine Hochschule den neu gewählten, aber nicht nach dem TSG-Verfahren amtlich gewechselten Vornamen von trans*Studierenden in zulässiger Weise verwenden kann. Hierbei ist einerseits von Bedeutung, inwieweit die interne Verwendung des gewählten Namens rechtlich zulässig ist, und andererseits, welche Rechtswirkung etwa ein auf den gewählten Namen ausgestelltes Zeugnis nach außen entfaltet.

Die folgenden Ausführungen zeigen Möglichkeiten für Hochschulen auf, unabhängig von TSG-Verfahren die selbst gewählten Vornamen von trans*Studierenden zu verwenden, ohne dass hierzu eine Rechtspflicht besteht. Zur rechtlichen Einschätzung

Zweiter Gemeinsamer Bericht an den Deutschen Bundestag: Diskriminierung im Bildungsbereich und Arbeitsleben
Der Zweite Gemeinsame Bericht wurde am 13. August 2013 dem Deutschen Bundestag vorgelegt. Der Bericht beschäftigt sich mit Diskriminierung im Bildungsbereich und im Arbeitsleben. Auf Grundlage wissenschaftlicher Analysen, von Expertengesprächen, der Auswertung von Beratungsanfragen an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und anderer Beschwerdestellen liefert der Bericht einen Überblick über Art und Umfang von Diskriminierungen und Diskriminierungsrisiken: bei der kindlichen Frühförderung, in Schule und Ausbildung, an Universitäten und auf dem Arbeitsmarkt. Eine Zusammenfassung des eigenständigen Beitrages der ADS zum Zweiten Gemeinsamen Bericht finden Sie hier.