Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Alter

Projekte der Antidiskriminierungsstelle

Mit Projekten zu anonymisierten Bewerbungsverfahren oder Diskriminierungen im Bereich der Bildung betrachten wir die Auswirkungen von Diskriminierungen merkmalsübergreifend. Das heißt, mehrere der im AGG genannten Diskriminierungskategorien wie Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion/Weltanschauung und sexuelle Identität werden in diesen Zusammenhängen betrachtet. Die Themenjahre, die wir seit 2012 zu den Diskriminierungskategorien veranstalten, befassen sich hingegen intensiv mit jeweils einem Bereich.

Sie haben es erlebt? Berichten Sie davon!

Berichten Sie uns von den diskriminierenden Erfahrungen, die Sie, Ihre Angehörigen und Freunde gemacht haben. Dabei interessieren uns alle Lebensbereiche: vom Kindergarten, über Schule und Hochschule, bis zum Beruf; vom Wohnen über Versicherungs- und Bankgeschäfte bis zum Freizeitbereich.

Anonymisierte Bewerbungsverfahren

Ein kurzer Blick auf Namen, Geschlecht oder Alter reicht oft, um eine Bewerbung auszusortieren. Beim anonymisierten Bewerbungsverfahren wird auf Angaben wie Name, Geburtsdatum oder Herkunft verzichtet, so dass ausschließlich die Qualifikation der Bewerbenden zählt. So steigen nachweislich die Chancen, insbesondere für Frauen oder auch Menschen mit Migrationshintergrund, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Bildung

Kindergärten, Schulen und Hochschulen werden immer vielfältiger. Überall in Deutschland nehmen Pädagoginnen und Pädagogen diese Vielfalt als Herausforderung an und sorgen für ein faires Miteinander und gleiche Chancen für alle. Dennoch werden Kinder, Jugendliche und Studierende aufgrund der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität in Kindergärten, Schulen und Hochschulen benachteiligt. Antidiskriminierung in Bildungseinrichtungen zu verankern und Vielfalt und Chancengerechtigkeit zu stärken, sind wichtige Bildungsziele. Die Antidiskriminierungsstelle hat dazu diverse Projekte initiiert.

Diversity

Diversity bedeutet soziale Vielfalt. Menschen sind einzigartig, verschieden und doch gleich. Alter, Geschlecht, Religion, ethnische Herkunft gehören zu den sogenannten "Diversity Dimensionen", ebenso wie sexuelle Identität, Kultur, Gesundheit/Krankheit, familiäre Lebenssituation oder ökonomischer Status. Diversity steht für einen wertschätzenden und bewussten Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt – z.B. in Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Verwaltungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.  Welche Diversity-Maßnahmen es in Ländern und Kommunen bereits gibt und welche Anknüpfungspunkte sich für die Weiterentwicklung im Sinne eines horizontalen Ansatzes bieten, hat die Antidiskriminierungsstelle im Projekt "Chancen gleich(heit) prüfen – Diversity Mainstreaming für Verwaltungen" gemeinsam mit Ländern und Kommunen erarbeitet.

Gleichbehandlung der Geschlechter im Arbeitsleben

In Deutschland haben alle Menschen die gleichen Rechte - so steht es im Grundgesetz. Immer öfter hört man, die Gleichbehandlung der Geschlechter sei in Deutschland längst verwirklicht. Im Arbeitsleben kommt es aber nach wie vor zu Ungleichbehandlungen von Frauen und Männern. Dabei geht es häufig, aber nicht nur um die Bezahlung. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Instrumente entwickelt, mit denen Unternehmen ihre Gleichbehandlungsstandards überprüfen können. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Förderung von Antidiskriminierungsarbeit

In Ländern und Kommunen, Beratungsstellen, Wohlfahrtsverbänden, Betrieben, Selbstorganisationen, Vereinen, Schulen und Universitäten machen sich Menschen gegen Diskriminierung stark. Dennoch finden Betroffene nicht überall Anlaufstellen, die ihnen kompetent und persönlich vor Ort helfen können. Deshalb fördert die Antidiskriminierungsstelle des Bundes Projekte, um Lücken in der Beratungslandschaft zu schließen. Die Förderungen sind Teil der bundesweiten Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft, welche die Antidiskriminierungsstelle im Februar 2011 gestartet hat.

Koalition gegen Diskriminierung

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes will Länder und Kommunen als Partner für die Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft gewinnen und sich gemeinsam mit ihnen gegen Benachteiligungen von Menschen starkmachen. Die teilnehmenden Partner verpflichten sich, dem Diskriminierungsschutz größere Aufmerksamkeit zu widmen und diesen als politische Aufgabe zu verankern. Die Koalition gegen Diskriminierung ist Teil der bundesweiten Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft, die die Antidiskriminierungsstelle im Februar 2011 gestartet hat.

Bundesweit gemeinsam gegen Diskriminierung

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes möchte sicherstellen, dass alle Menschen die Beratung und Unterstützung bekommen, die sie im Fall von Diskriminierung brauchen – und das in der gesamten Bundesrepublik. Deshalb wurde im Februar 2011 der Startschuss für die Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft gegeben. Bestandteile der Offensive sind die Förderung von Netzwerkarbeit und die Koalition gegen Diskriminierung mit den Bundesländern.

Themenjahre der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Seit 2012 veranstaltet die unabhängige Antidiskriminierungsstelle Themenjahre zu den Diskriminierungskategorien des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Dabei gehen wir in alphabetischer Reihenfolge vor. Den Anfang machte das Alter, gefolgt von Behinderung im Jahr 2013, ethnischer Herkunft/Rassismus 2014, Geschlecht 2015, Religion oder Weltanschauung 2016 und sexueller Identität 2017. Unsere Motivation ist für alle Themenjahre gleich: Wir möchten die Öffentlichkeit für die unterschiedlichen Diskriminierungskategorien sensibilisieren, von Diskriminierung Betroffene über ihre Rechte aufklären und Impulse für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft geben, in der alle die gleichen Chancen haben.

Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt

Fast 70% der Menschen mit (zugeschriebenem) Migrationshintergrund fühlen sich bei der Wohnungssuche diskriminiert. Es ist allerdings sehr schwer, Benachteiligungen bei der Vermietung tatsächlich nachzuweisen. Die ADS hat ein Forschungsprojekt zur Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt durchgeführt, um herauszufinden, ob sich ethnische Herkunft und religiöse Zugehörigkeit diskriminierend auf die Wohnungssuche auswirken.

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