Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Umfrage "Diskriminierung in Deutschland 2015"

Sie haben es erlebt? Berichten Sie davon!

05.08.2015 Text zur Umfrage in Schriftsprache

Umfrage „Diskriminierung in Deutschland 2015“ Sie haben Diskriminierung erlebt? Berichten Sie davon!

Hier einige Beispiele:

- Sie werden diskriminiert, weil Sie gehörlos oder hörgeschädigt sind?
- Wegen Ihrer Behinderung oder Ihres Alters werden Sie nicht zu Vorstellungsgesprächen eingeladen, obwohl Sie hervorragend qualifiziert sind?
- Sie werden gemobbt, weil Sie lesbisch oder schwul sind?
- Ihr Kind bekommt wegen seiner Migrationsgeschichte trotz guter Noten keine Gymnasialempfehlung?
- Bei der Wohnungssuche gehen Sie leer aus, weil Sie ein Kopftuch tragen?

Berichten Sie uns von den diskriminierenden Erfahrungen, die Sie, Ihre Angehörigen und Freunde gemacht haben. Dabei interessieren uns alle Lebensbereiche: vom Kindergarten, über Schule und Hochschule, bis zum Beruf; vom Wohnen über Versicherungs- und Bankgeschäfte bis zum Freizeitbereich.

Diskriminierungen wegen des jungen oder alten Lebensalters, einer Behinderung oder chronischen Krankheit, aus rassistischen Gründen oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts (Männer, Frauen, Trans* und intergeschlechtliche Menschen), der Religion oder Weltanschauung sowie der sexuellen Identität sind nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verboten. In unsere Umfrage, die wir gemeinsam mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung durchführen, beziehen wir auch die "soziale Herkunft" (z.B. Einkommen oder Bildungshintergrund auch der Elterngeneration) als Diskriminierungsgrund mit ein.

Wann geht es los?

Sie können sich vom 1. September bis 30. November 2015 beteiligen.

Wer kann mitmachen?

Alle in Deutschland lebenden Menschen ab 14 Jahren.

Was wollen wir erreichen?

Diese Umfrage, die wir gemeinsam mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung durchführen, soll Diskriminierungen sichtbar machen! Wir wollen auch wissen, welche Auswirkungen Diskriminierungen auf Menschen haben und wie sie damit umgehen. Mit den Ergebnissen werden wir konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik entwickeln, wie Diskriminierungen künftig verhindert werden können. Erste Ergebnisse werden im Frühjahr 2016 veröffentlicht.

Wie kann man mitmachen?

Sie können sich über einen Fragebogen an der Umfrage beteiligen, den Sie ab dem 1. September 2015 unter dem Video hier auf dieser Seite finden. Der Fragebogen ist in Schriftsprache verfasst. Für Gehörlose gibt es jedoch die Möglichkeit, direkt in Gebärdensprache Unterstützung beim Ausfüllen des Fragebogens zu erhalten.

Wenn Sie inhaltliche Fragen zur Umfrage haben, können Sie ab dem 1. September 2015 einen Termin für ein Skype-Gespräch in Gebärdensprache vereinbaren, indem Sie das SQAT-Tool nutzen. Dort können Sie uns in Gebärdensprache Ihre Terminvorschläge nennen. Bitte beachten Sie, dass Termine nur in der Zeit von Montag bis Freitag von 09:00-17:00 Uhr möglich sind.

Zu SQAT kommen Sie hier. Dort können Sie Ihre Anfrage in Gebärdensprache stellen. Auf der gleichen Seite finden Sie auch einen Gebärdensprach-Film, in dem erklärt wird, wie SQAT genau funktioniert.

Zudem wird es in verschiedenen deutschen Großstädten die Möglichkeit geben, vor Ort inhaltliche Fragen zur Umfrage in Gebärdensprache zu stellen. Sobald die Termine und Orte feststehen, werden sie unter diesem Gebärdensprach-Film aufgelistet . Machen Sie mit und helfen Sie dabei, Diskriminierungen abzubauen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung !
Übrigens: Wenn Sie – unabhängig von der Umfrage – eine Diskriminierung melden möchten oder Beratung brauchen, können Sie uns ebenfalls über SQAT kontaktieren

Erläuterung in Gebärdensprache