Antidiskriminierungsstelle des Bundes

06.04.2016 Freier Glaube. Freies Denken. Gleiches Recht.

Themenjahr 2016 gegen Diskriminierung wegen der Religion oder Weltanschauung

Deutschland ist ein religiös und weltanschaulich vielfältiges Land. Das spiegelt sich in zahlreichen gesellschaftlichen Lebensbereichen wider: in Kita, Schule, Ausbildung, bei der Arbeit und im kulturellen Leben. Trotz sinkender Mitgliederzahlen der christlichen Kirchen ist der überwiegende Teil der Bevölkerung noch immer in einer Religionsgemeinschaft organisiert.

Thema: Themenjahr 2016

Allen Menschen garantiert das Grundgesetz die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses. Jeder kann sich frei zu einer Religion bekennen, einer Religionsgemeinschaft beitreten, aus einer Religionsgemeinschaft austreten oder in eine andere wechseln. Alle müssen die Möglichkeit erhalten, ihre Religion oder Weltanschauung frei und ungehindert auszuüben.

Drei Viertel der in Deutschland lebenden Menschen befürworten gleiche Rechte für alle religiösen Gruppen. Das ergab eine von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage. Rund ein Viertel der Befragten möchte hingegen nicht, dass alle Konfessionen rechtlich gleichgestellt sind.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat das Jahr 2016 zum Themenjahr gegen Diskriminierung wegen der Religion oder Weltanschauung erklärt. Unter dem Motto „Freier Glaube. Freies Denken. Gleiches Recht.“ machen wir auf Diskriminierungen wegen der Religion oder Weltanschauung aufmerksam, führen Veranstaltungen und Fachgespräche durch und klären Menschen über ihre Rechte auf.