Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Thema: Unsere Forschung im Überblick

Themen und Forschung

Um Ihnen die Suche nach unseren Forschungsergebnissen, aktuellen Meldungen und Pressemitteilungen leichter zu machen, bieten wir Ihnen hier einige Themenschwerpunkte zur Auswahl an. Wählen Sie einen Bereich aus und erhalten Sie umfassende Informationen dazu. Die aktuellsten Meldungen aus allen Themenbereichen erhalten Sie hier.

Alter

Alter

Zu alt? Zu jung? Alter ist eines von sechs Merkmalen, die das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt. Niemand darf wegen des Alters benachteiligt werden.
Laut einer Forsa-Umfrage hat jedoch jeder fünfte Mensch Situationen erlebt, in denen er aufgrund seines Alters benachteiligt wurde.

Behinderung und chronische Krankheiten

Behinderung

Ein Viertel aller Anfragen bei der Antidiskriminierungsstelle betreffen erlebte Diskriminierungen aufgrund von Behinderung. Ob im Arbeitsleben oder im Alltag: Behinderung ist oft ein Ausschlusskriterium.

Bildung

Kindergärten, Schulen und Hochschulen werden immer vielfältiger. Überall in Deutschland nehmen Pädagoginnen und Pädagogen diese Vielfalt als Herausforderung an und sorgen für ein faires Miteinander und gleiche Chancen für alle. Dennoch werden Kinder, Jugendliche und Studierende aufgrund der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität in Kindergärten, Schulen und Hochschulen benachteiligt. Antidiskriminierung in Bildungseinrichtungen zu verankern und Vielfalt und Chancengerechtigkeit zu stärken, sind wichtige Bildungsziele. Die Antidiskriminierungsstelle hat dazu diverse Projekte initiiert.

Entgeltgleichheit

Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt immer noch rund 22 Prozent weniger als Männer. In fast allen EU-Staaten fällt die Differenz kleiner aus als in Deutschland. Darüber, dass Frauen und Männer für gleiche Arbeit gleiches Geld verdienen sollten, gibt es einen gesellschaftlichen Konsens. Die Ursachen für die Benachteiligung der Frauen sind vielfältig – ebenso die Lösungen. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes setzt sich mit dem Projekt „Gleicher Lohn“ für den Abbau der Entgeltungleichheit ein. Mit der Entgeltungleichheit zusammen hängen die ungleichen Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen für Frauen und Männer, die oftmals zur ökonomischen Abhängigkeit von Frauen führen. Im Projekt „Gleichbehandlungs-Check setzt sich die Antidiskriminierungsstelle des Bundes für die Förderung der ökonomischen Eigenständigkeit von Frauen und Männern ein.

Ethnische Herkunft

Gruppenbild mit Menschen verschiedener Herkunft zum Thema ethnische Herkunft

Mehr als ein Viertel aller Beratungsanfragen an die Antidiskriminierungsstelle betreffen die Themen Rassismus und ethnische Herkunft. Menschen berichten uns z. B. von gezielten Ausweiskontrollen durch die Polizei wegen ihrer Hautfarbe oder ihres Aussehens (sogenanntes Racial Profiling). Wer einen ausländisch klingenden Namen hat, wird häufig bei der Wohnungssuche abgewiesen. Die Chancen, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, sind für Menschen mit einem ausländisch klingenden Namen bis zu 24 Prozent geringer.Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat im Jahr 2014 das Themenjahr gegen rassistische Diskriminierung unter dem Motto "Gleiche Chancen. Immer." veranstaltet. Die Benachteiligungen von Sinti und Roma sowie Diskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt standen dabei im Fokus.

Geschlecht

Geschlecht

Frauen, Männer, Trans*- und intersexuelle Personen dürfen weder im Beruf noch im Alltag benachteiligt werden. Der Diskriminierungsschutz für Trans*- und intersexuelle Personen muss dabei stärker als bisher in den Blick genommen werden. Arbeitgebende sind oft nicht darüber informiert, dass sie Arbeitszeugnisse nach erfolgter Vornamens- und/oder Personenstandsänderung neu ausstellen müssen, wenn der oder die Beschäftigte dies wünscht. Aber auch andere Themen, wie die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und das Thema Entgeltgleichheit, sowie Benachteiligung aufgrund einer bestehenden Schwangerschaft sind immer wieder Gegenstand unserer Beratung.

Recht und Gesetz

Recht und Gesetz

Im August 2006 ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft getreten, mit dem ein wichtiges Signal für eine gerechtere Gesellschaft gesetzt wurde. Das AGG regelt die Ansprüche und Rechtsfolgen bei Diskriminierungen im Arbeitsleben wie auch im Zivilrecht. Mit unserem Erklärvideo zum Thema erhalten Sie einen guten Überblick über das Gesetz und Ihre Handlungsmöglichkeiten im Falle einer Diskriminierung.

Religion / Weltanschauung

Religion

Benachteiligungen wegen der Religion sind sehr häufig verbunden mit Benachteiligungen wegen der ethnischen Herkunft und des Geschlechts. Besonders muslimische Frauen mit Kopftuch werden in vielen Lebensbereichen diskriminiert. 2014 hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die Forschungsergebnisse zu Benachteiligungen wegen der ethnischen Herkunft und der Religion auf dem Wohnungsmarkt vorgestellt.

Sexuelle Identität

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Lesben, Schwule und Bisexuelle sind in unserer Gesellschaft sichtbarer geworden: Sie kommen häufiger in Filmen oder im Fernsehen vor, Moderatorinnen, Außenminister oder Fußballspielerinnen können heute offen mit ihrer sexuellen Orientierung umgehen. Am 30. Juni 2017 hat der Deutsche Bundestag die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet und somit Lesben und Schwule rechtlich vollständig gleichgestellt. Zuvor konnten sie lediglich eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen, die aber weniger Rechte gewährte als die Ehe. Dennoch erleben Lesben, Schwule und Bisexuelle Diskriminierung in der Schule, im Beruf und im Alltag.

Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt

Fast 70% der Menschen mit (zugeschriebenem) Migrationshintergrund fühlen sich bei der Wohnungssuche diskriminiert. Es ist allerdings sehr schwer, Benachteiligungen bei der Vermietung tatsächlich nachzuweisen. Die ADS hat ein Forschungsprojekt zur Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt durchgeführt, um herauszufinden, ob sich ethnische Herkunft und religiöse Zugehörigkeit diskriminierend auf die Wohnungssuche auswirken.

Unsere Forschung im Überblick

Thema: Unsere Forschung im Überblick

Forschung ist eine der gesetzlichen Aufgaben der ADS. Im Bereich der Diskriminierung gibt es noch Forschungslücken, die wir schließen wollen.

Projekte der Antidiskriminierungsstelle

Mit Projekten zu anonymisierten Bewerbungsverfahren oder Diskriminierungen im Bereich der Bildung betrachten wir die Auswirkungen von Diskriminierungen merkmalsübergreifend. Das heißt, mehrere der im AGG genannten Diskriminierungskategorien wie Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion/Weltanschauung und sexuelle Identität werden in diesen Zusammenhängen betrachtet. Die Themenjahre, die wir seit 2012 zu den Diskriminierungskategorien veranstalten, befassen sich hingegen intensiv mit jeweils einem Bereich.

Aktuelles

Fair @ school Logo (verweist auf: fair@school - Schulen gegen Diskriminierung)

fair@school - Schulen gegen Diskriminierung 14.01.2019

Der Wettbewerb fair@school sucht bis zum 15. März 2019 Projekte und Initiativen an Schulen, die sich gegen Diskriminierung von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Identität oder Behinderung einsetzen. Teilnehmen kann, wer sich an einer allgemein- oder berufsbildenden Schule in Deutschland für Vielfalt stark macht. Gesucht werden Projekte, die die Unterrichts- und Lernkultur der Kinder und Jugendlichen verändern und zu Diversität an Schule beitragen. Sie sollten nachhaltig angelegt sein und auch an anderen Schulen zum Einsatz kommen können. Mehr: fair@school - Schulen gegen Diskriminierung …

Schulen gegen Diskriminierung : Jetzt bewerben beim Schulwettbewerb fair@school 14.01.2019

Der Wettbewerb fair@school sucht bis zum 15. März 2019 Projekte und Initiativen an Schulen, die sich gegen Diskriminierung von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Identität oder Behinderung einsetzen. Mehr: Schulen gegen Diskriminierung : Jetzt bewerben beim Schulwettbewerb fair@school …

Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Bewerbende berichten über unzulässige Fragen in Vorstellungsgesprächen / Unwissenheit über rechtliche Lage 05.12.2018

Auch zwölf Jahre nach Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes stellen Personalverantwortliche Bewerbenden in Vorstellungsgesprächen unzulässige Fragen. Das ist das Ergebnis der am Mittwoch vorgestellten Umfrage der Antidiskriminierungsstelle „Was Arbeitgeber fragen (dürfen)“. Mehr: Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Bewerbende berichten über unzulässige Fragen in Vorstellungsgesprächen / Unwissenheit über rechtliche Lage …