Im Gespräch mit muslimischen Antidiskriminierungsbeauftragten
Sie klären in Moscheen über das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz auf und setzen sich mit den spezifischen Problemen der Diskriminierung von Musliminnen und Muslimen auseinander: Zehn Antidiskriminierungsbeauftragte aus dem Projekt „Netzwerk gegen Diskriminierung von Muslimen“ besuchten die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und schilderten ADS-Leiterin Christine Lüders von Diskriminierungen, denen Musliminnen und Muslime im Alltag begegnen.
Vor allem im Bereich Schule und Ausbildung erleben Frauen mit Kopftuch Benachteiligungen wegen ihrer Verhüllung. Im Arbeitsalltag scheuen sich Muslime manchmal ihr Gebet zu verrichten, weil sie Schwierigkeiten mit ihren Arbeitgebern fürchten. Die Diskriminierungsfälle werden mittels Fragebögen, sozialen Medien und Gesprächen ermittelt und dokumentiert. Die Antidiskriminierungsbeauftragten bieten außerdem niedrigschwellige Beratung. „Das Projekt von Inssan e.V. und dem Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin-Brandenburg leistet eine einzigartige Graswurzelarbeit“, sagte Lüders, „derlei ehrenamtliches Engagement vor Ort ist ausgesprochen wichtig“.
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