Antidiskriminierungsstelle des Bundes

21.09.2016 Praxisbeispiele zum Umgang mit religiöser Vielfalt am Arbeitsplatz

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet Diskriminierung wegen der Religion – auch am Arbeitsplatz. Aber wie können Unternehmen in einer Gesellschaft, in der es immer vielfältigere Glaubensüberzeugungen gibt, sicherstellen, dass ihre Beschäftigten in der Praxis tatsächlich keine beruflichen Nachteile wegen ihrer Religionszugehörigkeit erleiden? Und wie kann vermieden werden, dass sich innerbetriebliche Konflikte an gelebter Religiosität entzünden? In einer neu erschienen Publikation stellt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gelungene Praxisbeispiele für den Umgang mit religiöser Vielfalt am Arbeitsplatz vor.

Die vom DESI – Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration gesammelten Fallbeispiele aus Privatwirtschaft und öffentlicher Verwaltung umfassen eine Vielzahl unterschiedlicher Einzelmaßnahmen, die auf die Schaffung eines diskriminierungsfreien Arbeitsumfelds abzielen. Diese reichen von strategischen Leitbildern über Fragen der Personalgewinnung und -entwicklung und Aspekte der Arbeitsorganisation bis hin zu Regeln der firmeninternen Kommunikation und Konfliktlösung. Die vorgestellten Konzepte stammen u.a. von namhaften Unternehmen wie Fraport, Henkel, Ikea und ThyssenKrupp.


Dabei werden auch Möglichkeiten der Übertragbarkeit auf andere Betriebe aufgezeigt. Die Publikation möchte dafür Anregungen liefern, versucht aber nicht, ein Patentrezept anzubieten. Viele Unternehmen werden Wege zu einem diskriminierungsfrei gestalteten Arbeitsalltag finden, die exakt an die eigenen Bedürfnisse angepasst sind.

Die Broschüre "Umgang mit religiöser Vielfalt am Arbeitsplatz – Praxisbeispiele aus Unternehmen und Verwaltung" steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.