Antidiskriminierungsstelle des Bundes

21.02.2017 UN-Delegation besucht Antidiskriminierungsstelle

Eine Delegation der Vereinten Nationen hat gestern die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) in Berlin besucht. Die Expertinnen und Experten befinden sich derzeit auf einer Informationsreise durch Deutschland, um die Lage der Menschenrechte von Menschen Afrikanischer Abstammung in der Bundesrepublik zu untersuchen.

Bildbeschreibung: Auf dem Bild ist die Delegation der Vereinten Nationen mit Mitarbeitenden der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zu sehen. UN-Delegation mit Mitarbeitenden der Antidiskriminierungsstelle des Bundes UN-Delegation besucht Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Das UN-Gremium trifft sich dazu mit Vertreterinnen und -vertretern von Regierung und Behörden sowie mit Repräsentantinnen und Repräsentanten der Zivilgesellschaft. Ihr Besuch führt die Gruppe nach Berlin, Dessau, Dresden, Frankfurt, Wiesbaden, Köln, Düsseldorf und Hamburg.

Mit ADS-Leiterin Christine Lüders und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Antidiskriminierungsstelle sprach die Delegation über rassistische Diskriminierungen und Racial Profiling von Menschen Afrikanischer Abstammung. Besonderes Interesse zeigte die Delegation an den Ergebnissen der von der Antidiskriminierungsstelle durchgeführten Umfrage „Diskriminierung in Deutschland“, an den gesetzlichen Sanktionen für Wohnungsmarktdiskriminierung und an der Aufarbeitung rassistischer Vorfälle in der Polizeiarbeit.

Die UN-Fachleute Ricardo Sunga (Philippinen), Mireille Fanon Mendes-France (Frankreich) und Sabelo Gumedze (Südafrika) werden im September 2017 dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen einen Länderbericht über Deutschland mit Befunden und Empfehlungen übergeben. Ihr Besuch in der Bundesrepublik findet im Rahmen der von der UN ausgerufenen Internationalen Dekade für Menschen Afrikanischer Herkunft statt. Die deutsche Auftaktveranstaltung der Dekade war im vergangenen Jahr von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes mitausgerichtet worden.