Antidiskriminierungsstelle des Bundes

08.03.2017 Zusammenarbeit mit dem Défenseur des droits

Die deutsch-französische Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Diskriminierung soll verstärkt werden. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und ihre französische Partnerinstitution, der Défenseur des droits wollen dafür zukünftig enger kooperieren.

BesuchDer Défenseur des droits, Jacques Toubon (Mitte), und Team in Berlin mit Mitarbeitenden der Antidiskriminierungsstelle Der Défenseur des droits, Jacques Toubon (Mitte), und Team in Berlin mit Mitarbeitenden der Antidiskriminierungsstelle

Der Défenseur des droits, Jacques Toubon, war am Mittwoch zu Gast in Berlin, wo ihn der stellvertretende Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Bernhard Franke begrüßte.

„Wir haben dieselbe Mission“, sagte Jacques Toubon. Bei allen Unterschieden in den gesetzlichen Grundlagen der Arbeit gebe es viele gemeinsame Themen und Anliegen. Von einer engeren Zusammenarbeit könnten beide Seiten profitieren, betont auch die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Christine Lüders. Dies sei gerade in Zeiten wichtig, in denen populistische Stimmen in Europa gegen die Prinzipien von Gleichbehandlung und Nicht-Diskriminierung polemisierten.

Antidiskriminierungsstelle und Défenseur des droits, die bereit jetzt im europäischen Netzwerk der Gleichbehandlungsstellen Equinet kooperieren, streben regelmäßige bilaterale Arbeitstreffen an, bei denen Mitarbeitende der beiden Einrichtungen Erfahrungen, Daten und Ressourcen austauschen könnten. Beide Stellen wollen zudem ausloten, welche Möglichkeiten es für engere Kooperationen im Bereich der Forschung zu Diskriminierungsfragen gibt.

Die unabhängige Institution des Défenseur des droits (zu Deutsch: Verteidiger der Rechte) wurde im Jahr 2011 geschaffen und vereint die Aufgaben verschiedener Vorgängerorganisationen. Neben dem Bereich Antidiskriminierung ist der Défenseur in Frankreich auch für den Schutz von Kinderrechten, sowie für Beschwerden über Probleme mit öffentlichen Stellen und Fehlverhalten von Sicherheitskräften zuständig. Der ehemalige französische Justiz- und Kulturminister Jacques Toubon leitet die Institution seit 2014.