Antidiskriminierungsstelle des Bundes

27.07.2017 Neues in der Rubrik "Der aktuelle Fall"

Darf der Arbeitgeber das Tragen eines Kopftuchs aus religiösen Gründen untersagen? Unsere Rubrik "Der aktuelle Fall" beschäftigt sich diesmal mit dem Thema und gibt eine Einschätzung.

 Piktogramm einer Frau mit Kopftuch und Kochmütze, die ein Tablett mit Essen in der Hand trägt. Dazu der Text: Der aktuelle Fall. Kochmütze ja, Kopftuch nein?

Kochmütze ja, Kopftuch nein?

Eine asylsuchende Frau äthiopischer Herkunft hatte sich für ein zweiwöchiges Praktikum für eine Küchenaushilfstätigkeit in einem Pflegeheim beworben. Das Praktikum sollte Bestandteil eines Landes-Programmes für Maßnahmen zur Integration geflüchteter Menschen werden. Die Bewerberin interessierte sich gezielt für eine Aufgabe im Küchenbereich, da sie bereits in ihrem Heimatland einschlägige Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt hatte. Einblicke in einen hiesigen Betrieb gewinnen zu können, sind für ihre Berufsorientierung unerlässlich. Dazu kam es jedoch erstmal nicht: Die Bewerberin erhielt eine Absage. In der Begründung hieß es, dass bei der Essenzubereitung aus hygiene-rechtlichen Gründen grundsätzlich nicht mit einem Kopftuch gearbeitet werden dürfe.

Dass es vor allem muslimische Bewerberinnen beim Zugang um Arbeitsmarkt besonders schwer haben, zeigen die vielen themenbezogenen Beratungsanfragen an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Was die Prüfung des Sachverhalts ergab und welche Lösungsmöglichkeiten es gibt, lesen Sie in unserer neuen Rubrik "Der aktuelle Fall".