Antidiskriminierungsstelle des Bundes

05.01.2018 Auskunftsanspruch tritt in Kraft

Vom 6. Januar an haben Beschäftigte in großen Betrieben die Möglichkeit zu erfahren, ob Männer und Frauen in vergleichbaren Positionen gleich bezahlt werden. Ein wichtiger Schritt – die Antidiskriminierungsstelle des Bundes klärt hierzu zentrale Fragen.

Nach dem Entgelttransparenzgesetz können Männer und Frauen in Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten Auskunft erhalten. „Ohne Transparenz ist eine gerechte Gehaltsverteilung nicht zu erreichen“, begrüßte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, die Einführung des Auskunftsanspruchs. „Ich setze darauf, dass viele Beschäftigte von ihrem Recht auf Auskunft Gebrauch machen und so allmählich eine Kultur der Transparenz geschaffen wird, die bisher in vielen Unternehmen leider fehlt.“

Allerdings sollten auch Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit haben, Transparenz über die Entgeltstrukturen zu erhalten. Lüders rief daher Unternehmen und Verwaltungen auf, freiwillig einen Entgelt-Check durchzuführen, etwa mithilfe des Lohnmessverfahrens eg-check.de, mit dem sich die Antidiskriminierungsstelle für Lohngerechtigkeit einsetzt: „Damit zeigen Betriebe, dass sie sich für eine gerechte Behandlung ihrer Beschäftigten einsetzen - und würdigen so auch deren Arbeit.“

In unseren FAQs beantworten wir konkrete Fragen: Wie kann ich herausfinden, ob ich unrechtmäßig bezahlt werde? Was muss ich beweisen, um rechtliche Schritte einzuleiten? Was sind die Ursachen für die Lohnlücke? Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet darüber hinaus ausführliche Informationen zum Entgelttransparenzgesetz sowie Musterformulare für den Auskunftsanspruch.

Zu unserem Projekt eg-check.de: