Antidiskriminierungsstelle des Bundes

26.02.2018 Neues in der Rubrik "Der aktuelle Fall"

Obwohl das Bewerbungsgespräch und auch das Probearbeiten in einem Dienstleistungsunternehmen der Telekommunikationsbranche erfolgreich verliefen, erhält ein Mann eine Absage. Begründet wird diese damit, dass eine Frauenstimme am Telefon bei der Kundschaft besser ankommen würde. Was der Mann zusammen mit der Antidiskriminierungsstelle dagegen unternommen hat und wie die Rechtslage in vergleichbaren Fällen ist, erläutern wir in unserer Rubrik „Der aktuelle Fall“.

Grafische Darstellung eines Tischs, an dem zwei Frauen und zwei Männer mit Headsets am Laptop sitzen. Die Frauen in bunten Farben, die Männer in Grautönen. Dazu der Text: Der aktuelle Fall, "Am Telefon bitte keine Männerstimme."

Ein Mann bewirbt sich über ein Vermittlungsunternehmen auf eine Stelle als Teamassistenz bei einem privaten Dienstleistungsunternehmen in der Telekommunikationsbranche. Bewerbungsgespräch und Probearbeiten verlaufen gut und auch die Qualifikationen des Bewerbers entsprechen den Stellenanforderungen. Dennoch erhält er eine Absage mit der Begründung, eine Frauenstimme würde am Telefon bei der Kundschaft besser ankommen. Der Mann erkundigt sich etwas später nochmal bei dem Vermittlungsunternehmen, worauf ihm mitgeteilt wird, dass die Stelle nun mit einer Frau besetzt sei, die aber keine besseren Qualifikationen habe als er. Seine Qualifikation sei für die Ablehnung auch nicht ausschlaggebend gewesen. Eine Besonderheit in diesem Fall ist, dass die Auswahl der Bewerber und Bewerberinnen und die Vorstellungsgespräche von einem Vermittlungsunternehmen durchgeführt wurden. Dessen Mitarbeiter hat dem Bewerber auch die Absage und den Grund dafür übermittelt.

Was die weitere Prüfung des Sachverhalts ergab und welche Lösungsmöglichkeiten es gibt, lesen Sie in unserer neuen Rubrik "Der aktuelle Fall".