Antidiskriminierungsstelle des Bundes

18.04.2018 Neues in der Rubrik "Der aktuelle Fall"

Ein Mann hat schon zwei Tage Probearbeit hinter sich – dann soll er plötzlich eine Klausel im Arbeitsvertrag unterschreiben, er sei nicht schwerbehindert. Als er sich weigert, zieht die potenzielle Arbeitgeberin die Stellenzusage als Hauswart zurück. Sie begründet das damit, dass keine Menschen mit Schwerbehinderung eingestellt würden. Was der Mann zusammen mit der Antidiskriminierungsstelle dagegen unternommen hat, schildern wir in unserer Rubrik „Der aktuelle Fall“.

Auf dem Foto ist ein Arbeitsvertrag zu sehen auf dem das Wort "Behinderung?" rot geschrieben steht.

Nach einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch erhielt ein Mann eine Zusage für die Stelle als Hauswart und den Arbeitsvertrag. Darin sollte er allerdings unterschreiben, dass er nicht schwerbehindert sei oder an einer infektiösen Krankheit leide. Das kam dem Mann merkwürdig vor – zumal er schwerbehindert war. Daraufhin teilte er dem Unternehmen mit, dass er diese Klausel nicht unterschreiben wolle und erhielt telefonisch die Auskunft, dass schwerbehinderte Personen nicht eingestellt würden. Obwohl der Bewerber bereits zwei Arbeitstage zur Probe gearbeitet hatte, zog die Arbeitgeberin die Stellenzusage nach Bekanntgabe seiner Behinderung telefonisch zurück.

Was die weitere Prüfung des Sachverhalts ergab und welche Lösungsmöglichkeiten es gibt, lesen Sie in unserer neuen Rubrik "Der aktuelle Fall".