Antidiskriminierungsstelle des Bundes

09.10.2013 Niedersachsen tritt der „Koalition gegen Diskriminierung“ bei

Die „Koalition gegen Diskriminierung“ wächst: Niedersachsen ist das neunte Bundesland, das die Absichtserklärung „Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft" unterzeichnet hat.

Ministerpräsident Weil und Christine Lüders nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung Ministerpräsident Weil und Christine Lüders nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung Quelle: Niedersächsische Staatskanzlei Ministerpräsident Weil und Christine Lüders nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, unterschrieben dazu die Erklärung in Hannover. Niedersachsens Regierung nimmt den Schutz vor Benachteiligungen sehr ernst, sagte Lüders anlässlich der Unterzeichnung. Sie würdigte die Ankündigung des Ministerpräsidenten, ein eigenes Modellprojekt zu „Anonymisierten Bewerbungsverfahren“ auf den Weg zu bringen: Das ist ein ganz wichtiges Zeichen gegen den Abbau von Benachteiligungen im Bewerbungsprozess.

Weil bekräftigte das zukünftige Engagement gegen Diskriminierung: Ich wünsche mir sehr, dass es uns in Niedersachsen, aber auch in ganz Deutschland gelingt, jede Form von Diskriminierung zu überwinden und zu wirklicher gesellschaftlicher Toleranz zu kommen. Das gelingt uns am besten, wenn wir unsere eigenen Vorurteile gegen unsere Mitmenschen selbstkritisch hinterfragen. Nicht weniger wichtig ist es, laut und deutlich zu widersprechen, wenn in unserem Umfeld Menschen diskriminiert werden.

Im Rahmen der „Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft" fördert die Antidiskriminierungsstelle des Bundes seit Anfang 2011deutschlandweit Beratungsstellen und verstärkt ihre Öffentlichkeitsarbeit. Die Aantidiskriminierungsstelle setzt dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen.

Die Unterzeichnenden der „Koalition gegen Diskriminierung“ verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, dem Thema Diskriminierung mehr Aufmerksamkeit zu widmen, Beratungsmöglichkeiten vor Ort zu verbessern, im Idealfall zentrale Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zu benennen und den Schutz vor Diskriminierung sowie die Bekämpfung von Benachteiligungen auf allen Ebenen als politische Aufgabe zu verankern. Der „Koalition gegen Diskriminierung“ sind bereits Berlin, Hamburg, Brandenburg, Bremen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Thüringen und Baden-Württemberg beigetreten.

Hier können Sie die Absichtserklärung herunterladen.

Hier können Sie die Pressemitteilung lesen.