Antidiskriminierungsstelle des Bundes

08.10.2015 Fachtagung zur rechtlichen Situation von trans* und intergeschlechtlichen Menschen

Welche rechtlichen Änderungen braucht es, damit Trans* und intergeschlechtliche Menschen ein diskriminierungsfreies und selbstbestimmtes Leben führen können? Wie können wir die körperliche Unversehrtheit aller Menschen sicherstellen? Wie können wir Diskriminierung in Bildung und Arbeitswelt abbauen? Mit diesen Fragen befasste sich eine große Tagung der Antidiskriminierungsstelle am 7. Oktober in Berlin.

Fachtagung "Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa" Silvan Agius hielt die Keynote-Rede Quelle: Herbert Jennerich, Bundesamt für Familie Fachtagung "Die rechtliche Situation von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland und Europa"

Die Keynote sprach Silvan Agius, internationaler Experte für die Rechte von LGBTIQ. Neben einem Überblick über die rechtliche Lage in Europa ging er auf die aktuellen Reformen in Malta ein, an denen er maßgeblich mitgewirkt hat. Zahlreiche weitere Fachleute nahmen an einer Podiumsdiskussion sowie verschiedenen Panels teil: Darunter Caren Marks, die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; die Rechtsanwältin Maria-Sabine Augstein und Ethikrats-Mitglied Dr. phil. Michael Wunder.

Die Panels befassten sich unter anderem mit dem diskriminierungsfreien Umgang mit Geschlechtervielfalt in Unternehmen und Verwaltungen, der Geschlechtervielfalt in der Bildung sowie der Sensibilisierung medizinischen Personals für trans* und intergeschlechtliche Personen. Moderiert wurde die Tagung, an der mehr als 200 Personen teilnahmen, von Prof. Dr. phil. Lann Hornscheidt.

Die Fachtagung fand im Rahmendes Themenjahres "Gleiches Recht. Jedes Geschlecht." statt.