Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Detaillierte Analyse zu den Einstellungen gegenüber Lesben, Schwulen und Bisexuellen in Deutschland erschienen

Datum 07.12.2017

Bei den Einstellungen und Meinungen der Bevölkerung gegenüber lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen (LSB) ist in den letzten Jahren ein positiver Trend zu beobachten. Dies zeigt sich beispielsweise an der breiten Zustimmung zur gleichgeschlechtlichen Ehe.

Zudem werden offene Formen der Abwertung, wie die Stigmatisierung von Homosexualität als unmoralisch oder unnatürlich, nur noch von einem kleinen Teil der hier lebenden Menschen geteilt. Gleichzeitig gilt aber auch: Subtilere Formen der Abwertung sind nach wie vor relativ weit verbreitet. So haben viele Befragte Probleme mit einem offenen Umgang mit Homosexualität, z. B. wenn sich gleichgeschlechtliche Paare in der Öffentlichkeit ihre Zuneigung zeigen. Dabei sind die Vorbehalte gegenüber LSB umso größer, je weiter das Thema ins Private hineinreicht.

Dies sind zentrale Ergebnisse der Repräsentativbefragung, die die Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Januar 2017 zum Auftakt des Themenjahrs für sexuelle Vielfalt „Gleiches Recht für jede Liebe“ vorgestellt hat. Nun ist die vertiefte Auswertung der Studie von Beate Küpper, Ulrich Klocke und Lena-Carlotta Hoffmann im Nomos-Verlag erschienen. Neben den oben skizzierten Ergebnissen liefert dieser Bericht auch Antworten auf Fragen, die in der Forschung zu Einstellungen gegenüber LSB bisher nur wenig Beachtung fanden: Wie verhalten sich Menschen gegenüber lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen und welche Faktoren beeinflussen dies? Wie stehen die Befragten zur Thematisierung von sexueller Vielfalt im Schulunterricht? Und wie hängen homophobe Einstellungen mit aktuellen Erscheinungsformen des Rechtspopulismus zusammen?

Der Bericht mit ausführlichen Ergebnissen zu diesen und weiteren Fragen steht hier zum Download zur Verfügung.