Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Beirat der Antidiskriminierungsstelle des Bundes konstituiert

Ausgabejahr 2010
Datum 17.06.2010

Lüders sieht Gremium als Impulsgeber, Berater und Brücke in die Praxis

Der neue Beirat der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) hat sich am Donnerstag in Berlin konstituiert. Das Gremium wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend jeweils für die Dauer der Legislaturperiode berufen. Ihm gehören bis zu 16 Mitglieder an.

Aufgabe des Beirates ist es nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), den Dialog der ADS mit gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen zu fördern und die Antidiskriminierungsstelle zu beraten. Zur Vorsitzenden des Beirats wurde die Vorsitzende des Paritätischen Berlin, Dr. Barbara John, gewählt. Den stellvertretenden Vorsitz übernimmt DGB-Vorstand Ingrid Sehrbrock.

Die Leiterin der ADS, Christine Lüders, sagte zur Konstituierung des neuen Beirates: "Die ADS versteht sich als Vorkämpferin gegen Diskriminierung und für Gleichbehandlung. Für nachhaltige Veränderungsprozesse brauchen wir jedoch eine breite Unterstützung von Politik, Verbänden und Nichtregierungsorganisationen. Der mit viel Sachverstand in diesem Politikfeld besetzte Beirat wird dabei als Impulsgeber, Berater und als Brücke in Praxis und Wissenschaft fungieren. Gemeinsam werden wir eine Reihe von Maßnahmen gegen Diskriminierung auf den Weg bringen. Ich freue mich auf eine konstruktive und intensive Zusammenarbeit."

Die Beiratsmitglieder im Einzelnen:

Ingrid Sehrbrock, Deutscher Gewerkschaftsbund
Prof. Dr. Ursula Lehr, Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V.
Manfred Bruns, Lesben- und Schwulenverband Deutschland
Marlies Brouwers, Deutscher Frauenrat
Roland Wolf, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
Dr. Barbara John, Paritätischer Gesamtverband
Romani Rose, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma
Prof. Dr. Burghard Pimmer-Jüsten; Katholische Stiftungsfachhochschule München
Dr. Hibaoui Abdelmalik, Stuttgart
Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Dr. Anja Schlewing, Bundesarbeitsgericht
Dr. Gerd Landsberg, Deutscher Städte- und Gemeindebund
Martina Puschke, Projekt „Politische Interessenvertretung behinderter Frauen“
Maja Weise, Hessisches Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) war mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im August 2006 errichtet worden. Ziel des Gesetzes ist es, Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.