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Arbeitsleben

Mit rund einem Drittel aller Anfragen machen Diskriminierungserfahrungen im Arbeitsleben jedes Jahr den Hauptteil der Beratungstätigkeit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes aus.

Vor allem Diskriminierungen von Frauen spielen eine herausgehobene Rolle, beispielweise werden sie oftmals schlechter bezahlt als männliche Kollegen oder werden wegen einer Schwangerschaft oder Elternzeit schlechter behandelt.

Auch bei Bewerbungsprozessen kommt es immer wieder zu Benachteiligungen, weil beispielweise Bewerbungen nur innerhalb bestimmter Altersgrenzen berücksichtigt werden oder Menschen mit nicht-deutschen Namen und Bewerber*innen mit Behinderungen gar nicht erst zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf für alle
AGG-Merkmale gleichermaßen. Weiterhin gilt der Schutz für alle Beschäftigten, also sowohl für Angestellte in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst als auch für Beamt*innen. Der Schutz des AGG erstreckt sich grundsätzlich auf alle Phasen der Erwerbstätigkeit, also vom Zugang, über die Beschäftigungs- und Beförderungsbedingungen bis hin zur Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen.

Das Gesetz verbietet außerdem jede Form der sexuellen Belästigung im Arbeitsleben als besondere Form der geschlechtsbezogenen Diskriminierung.

Arbeitgeber*innen sind in der Pflicht, Beschäftigte vor Diskriminierung zu schützen. Dazu zählt z. B. die Pflicht, die Beschäftigten über das AGG und das Diskriminierungsverbot zu informieren. Beschäftigte und Bewerber*innen haben im Fall einer Benachteiligung das Recht sich zu beschweren und müssen vor Benachteiligungen geschützt werden.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes bietet zu all diesen Themen eine Reihe von Studien und praxisorientierten Informationsmaterialien.

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