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Gewinner*innen des sechsten Durchgangs von
fair@school gekürt

Grundschule belegt den ersten Platz

Gruppenfoto mit allen Siegerinnen und Siegern des Schulwettbewerbs und den Laudator*innen

Quelle:Caro Kadatz

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Cornelsen Verlag haben am 15. Juni 2022 im Rahmen des Wettbewerbs „fair@school – Schulen gegen Diskriminierung“ bereits zum sechsten Mal vorbildhafte Projekte ausgezeichnet, die sich gegen Diskriminierung und für Chancengerechtigkeit im Schulalltag einsetzen.

In diesem Jahr reichten rund 60 engagierte Schulen Projekte ein. Eine vierzehnköpfige Fachjury wählte nach einer Sichtung des Zentrums für Bildungsintegration (ZBI) der Stiftung Universität Hildesheim die Preisträgerinnen und Preisträger aus.

Die ausgezeichneten Projekte zeigen: Kinder und Jugendliche sind alles andere als machtlos: Sie können erfolgreiche Wege finden, um gehört zu werden, und damit etwas verändern. Das ist Selbstermächtigung im besten Sinne und damit ein Vorbild für andere.

zur Eröffnung der Preisverleihung im Rahmen des Schulwettbewerbs

Bernhard Franke, kommissarischer Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Das Projekt „Wie ein Wald“ der Kurt-Schumacher-Grundschule aus Berlin zeigt sehr eindrücklich, wie Schüler*innen Rassismus erlebten, ihre Ängste vor Lehrer*innen und ihre Ohnmachtsgefühle. Der Film zeigt aber auch, wie sie das Erlebte aufarbeiteten und Wege fanden, damit umzugehen. Ein Projekt also, das sowohl die Ausmaße von Rassismus durch Lehrkräfte, aber auch das Potenzial empowernder Projekte gegen Diskriminierung an Schulen zeigt. Der Film wurde der gesamten Schule im Kino gezeigt, viele Lehrkräfte nahmen ihn zum Anlass für Gespräche in den Klassen. Die Kurt-Schumacher-Grundschule erhielt für den ersten Platz ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro.

Das Video zum ersten Platz

"Wie ein Wald"

Der zweite Preis in Höhe von 2.000 Euro ging an die Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli (Berlin). Das Projekt „Mehr als 2 Seiten“ entstand im Kurs „Glauben & Zweifeln“. Nach einer gemeinsamen Reise nach Israel und in die Palästinensergebiete entstand ein Comic über die Reise mit Arbeitsanregungen. Viele beteiligte Jugendliche haben selbst familiäre Beziehungen in die Region, erleben antiisraelische und antisemitische Einstellungen und selbst oft Rassismus und Ausgrenzung. Der Comic wird mittlerweile in vielen Klassen und Schulen als Lehrmaterial genutzt, teilweise unter Einführung der an der Reise beteiligten Schüler*innen. 

Videobeitrag zu Platz Zwei

„Mehr als zwei Seiten“

Den dritten Preis in Höhe von 1.000 Euro erhielt die Stadtteilschule Bahrenfeld (Hamburg) für das Projekt „Als Faire Schule zu Recht kommen“. Die Schule hat sich als „Faire Schule“ zertifizieren lassen, um der Diversität der Schüler*innen und des Kollegiums Rechnung zu tragen. Ab der achten Klasse setzen die Schüler*innen sich regelmäßig mit den Themen Fairness bzw. (Anti)diskriminierung auseinander. Formate sind bspw. ein Workshop zu Antisemitismus im Deutschrap, Antidiskriminierungsworkshops, Lesungen, Songs und Musikvideos. Ein jährliches Kulturfest greift die Ergebnisse auf. Die Schule ist auch Ansprechpartnerin für Schulen, die sich um das Siegel Faire Schule bewerben möchten. 

Der Film zur Stadtteilschule Bahrenfeld

„Als Faire Schule zu Recht kommen“

Der Wettbewerb „fair@school – Schulen gegen Diskriminierung“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und des Cornelsen Verlags. Seit dem Start im Jahr 2017 haben sich ingesamt 409 Schulen beteiligt.

Die schönsten Augenblicke der Preisverleihung haben wir in einer Bilderstrecke für Sie zusammengestellt.

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Fünf Personen sind auf der Bühne, zwei mit Mikrofon, eine am Keyboard, drei Personen machen Tanzbewegungen.

Die Band la By’le bringt die Anwesenden mit viel Schwung in Stimmung.

Quelle:Caro Kadatz

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Mehr Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter www.fair-at-school.de.

Die Praxisbeispiele für schulische Antidiskriminierungsprojekte können Sie hier herunterladen.

Lehrmaterial zum Thema "Sprich über Diskriminierung #darüberreden" finden Sie hier.