Antidiskriminierungsstelle des Bundes

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Aktuelle Berichte aus der Arbeit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Interessierte,

Foto von Christine Lüders

wenn höchstrichterliche Entscheidungen Diskriminierung begünstigen, dann muss Kritik erlaubt sein. Kürzlich hat der Europäische Gerichtshof ein Grundsatzurteil zum Tragen eines Kopftuchs am Arbeitsplatz gefällt. Arbeitgeber dürfen laut dem Urteil künftig das Tragen von Kopftüchern verbieten, wenn es eindeutige Regeln des Unternehmens dafür gibt.

Aus der Arbeit der Antidiskriminierungsstelle

Antidiskriminierungsstelle zeichnet vier Arbeitgeber für die Prüfung der Entgeltgleichheit aus

Vor dem Equal Pay Day am 18. März hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes vier Arbeitgeber für ihr Engagement für mehr Lohngerechtigkeit ausgezeichnet.

Schulwettbewerb Fair@school

Logo Fair@school

Bis zum 1. März 2017 konnten Schul- und Unterrichtsprojekte an dem Wettbewerb Fair@school teilnehmen, den die Antidiskriminierungsstelle zusammen mit dem Cornelsen Verlag organisiert. Ausgezeichnet werden Projekte, die sich gegen Diskriminierung und für Vielfalt im Schulalltag einsetzen.

Die Antidiskriminierungsstelle auf der Bildungsmesse didacta 2017

Messestand Bildungsmesse didacta 2017

Vom 14. bis 18. Februar 2017 war die Antidiskriminierungsstelle mit einem Stand auf der Bildungsmesse didacta in Stuttgart vertreten. Fünf Tage hat die Antidiskriminierungsstelle Besucher_innen über Diskriminierung und Gleichbehandlung im Bildungsbereich informiert.

Der aktuelle Gastkommentar

Diskriminierung frei Haus

Erstmals hat ein Gericht klargestellt, dass Wohnungsbaugesellschaften potenzielle Mieter_innen nicht diskriminieren dürfen. Das muss Folgen haben – auch für das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.
von Birte Weiß

Berichte aus der Beratungspraxis

Benachteiligung wegen Schwangerschaft – Vergleich über 25.000 Euro

Eine Wissenschaftlerin aus einem europäischen Nachbarland hatte sich an die Beratung der Antidiskriminierungsstelle gewandt, weil ihr eine Stelle bei einem Forschungsinstitut in Deutschland nach dem Vorstellungsgespräch zunächst per E-Mail verbindlich zugesagt und dann – nachdem sie ihre Schwangerschaft sowie den bevorstehenden Geburtstermin mitgeteilt hatte – verweigert wurde.

Personenkontrolle am Flughafen

Ein deutscher Staatsbürger iranischer Herkunft hatte sich telefonisch an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gewandt. Er erzählte, dass ihm das Bodenpersonal einer renommierten Fluggesellschaft die Beförderung verweigert habe. Der Mann wollte seine Frau in den USA besuchen und hatte sowohl ein Flugticket, den ESTA-Nachweis (Elektronisches System zur Beantragung der Einreisebewilligung) als auch alle übrigen erforderlichen Dokumente bei sich. Bei ESTA handelt es sich um ein Online-System, das von US-Behörden entwickelt wurde, um Passagiere vor deren Abreise in die USA überprüfen zu können

Aktualisierte Rechtsprechungsübersicht

Studien und Veröffentlichungen

Geschlechtliche Vielfalt im Recht

Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) haben die Humboldt-Universität zu Berlin und das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) jeweils ein Gutachten zur Reform des Transsexuellengesetzes erstellt.

Zum Verhältnis von Diversität und Intersektionalität – Call for Papers der Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management

Die Herausgeberinnen der Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management Andrea D. Bührmann und Koall suchen nach Beiträgen zum Verhältnis von Diversität und Intersektionalität.

Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen (EntgTranspG)

Am 6. März 2017 fand eine Anhörung zum Entwurf des Entgelttransparenzgesetzes im Deutschen Bundestag statt. Die geladenen Sachverständigen äußerten sich zum Teil sehr kontrovers zum geplanten Gesetzentwurf.

Leitfaden zu Arbeitsmarktzugang und -förderung für Flüchtlinge des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS)

Termine

Reminder: Teilnahme an der Online-Umfrage für Studie „Out im Office?!“ zur Arbeitssituation lesbischer, schwuler, bisexueller und transgeschlechtlicher Menschen noch bis zum 30. April 2017 möglich

Noch bis zum 30. April 2017 können homo- und bisexuelle sowie transgeschlechtliche Beschäftigte an der Befragung teilnehmen und über den Umgang mit der eigenen sexuellen Orientierung bzw. Geschlechtsidentität am Arbeitsplatz berichten.

Abschlussveranstaltung des Projekts „gb-check – Gleichbehandlung der Geschlechter im Arbeitsleben“ am 3. Mai 2017

Cover Gleichebehandlungs-Check

Faire Bedingungen am Arbeitsplatz sind Grundlage für die Gleichbehandlung der Geschlechter im Arbeitsleben und spielen mit Blick auf die ökonomische Eigenständigkeit von allen Beschäftigten eine wichtige Rolle. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat deshalb gemeinsam mit dem Harriet Taylor Mill-Institut der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin den Gleichbehandlungs-Check, ein Analyseinstrument zur Überprüfung der betrieblichen Gleichbehandlung der Geschlechter, entwickelt.

Aktionstag am Brandenburger Tor am 17. Mai 2017

Cover zum Themenjahr zur sexuellen Vielfalt "Gleiches Recht für jede Liebe"

Unter dem Motto „Gleiches Recht für jede Liebe“ hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes das Jahr 2017 zum Ereignis des Themenjahres ist ein Aktionstag, den die Antidiskriminierungsstelle am 17. Mai 2017 – dem Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie – von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr am Brandenburger Tor veranstaltet. Mit der Kundgebung soll für rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von homo- und bisexuellen, aber auch trans*- und intergeschlechtlichen Menschen eingetreten werden.

Save the Date: „LSBTTIQ*: Vielfalt als Herausforderung – Vielfalt als Stärke“ – Fachtagung im Themenjahr für sexuelle Vielfalt am 12. September 2017

Welche Herausforderungen ergeben sich für die Antidiskriminierungsarbeit für LSBTI*-Personen in Verbindung mit anderen Diskriminierungsgründen wie dem Lebensalter der ethnischen Herkunft, dem Geschlecht, einer Behinderung und der Religion? Wie gestaltet sich in Zeiten wachsenden Populismus die Kommunikation mit der Mehrheitsgesellschaft und wie funktioniert die Zusammenarbeit innerhalb der Community?

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