Antidiskriminierungsstelle des Bundes

ads aktuell 04/2018 (04)

Aktuelle Berichte aus der Arbeit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Aus der Arbeit der Antidiskriminierungsstelle

#DarüberReden – bundesweite Kampagne gegen Diskriminierung gestartet

Logo Kampagne #DarüberReden

Jungen Menschen Mut machen, über ihre Diskriminierungserfahrungen zu sprechen – darum geht es in der bundesweiten Kampagne #DarüberReden.

Fachtagung „Divers, fair und digital“ zu diskriminierungsfreier Personalgewinnung

Fachtagung diskriminierungsfreie Personalgewinnung

Auf ihrer Fachtagung „Divers, fair und digital – Personalauswahl diskriminierungsfrei gestalten“ diskutierte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes am 10. Oktober mit Vertreter_innen aus der Wirtschaft, der öffentlichen Verwaltung und der Zivilgesellschaft über Chancen und Diskriminierungsrisiken bei der Personalgewinnung.

Fachveranstaltung „Diskriminierung sichtbar machen“

Fachveranstaltung „Diskriminierung sichtbar machen“

Welchen Beitrag können die großen, repräsentativen Wiederholungsbefragungen in Deutschland leisten, um Diskriminierung zu messen? Welche Grundsätze müssen bei der Erhebung von Antidiskriminierungsdaten beachtet werden? Mit diesen Fragen befassten sich die Wissenschaftlerinnen Dr. Anne-Luise Baumann, Vera Egenberger und Dr. Linda Supik in ihrer Expertise "Erhebung von Antidiskriminierungsdaten in repräsentativen Wiederholungsbefragungen - Bestandsaufnahme und Entwicklungsmöglichkeiten", die am 15. Oktober bei einer Fachveranstaltung vorgestellt wurde.

Der aktuelle Gastkommentar

Die vergessene Benachteiligung - Warum Klassismus ein eigenständiges Diskriminierungsmerkmal sein sollte

Sarah freute sich auf den ersten Schultag nach den Weihnachtsferien. Ihre Onkel und Tanten hatten ihr gemeinsam das lange ersehnte Smartphone geschenkt und sie konnte nun in ihrer Klasse auf Augenhöhe mitreden. Dennoch verließ sie am Nachmittag weinend die Schule. Eine Lehrkraft hatte ihr gesagt, da sie sich ein Smartphone leisten könne, könne man ihr ja nun die Bezuschussung für die Klassenfahrt streichen.

Berichte aus der Beratungspraxis

Nachweis der Religionszugehörigkeit unnötig für Führerscheinfoto mit Kopftuch

An die Beratung wandte sich eine Person, die in einer Flüchtlingsunterkunft arbeitet und sich für eine Syrerin meldete, die Probleme bei der Beantragung eines Führerscheins hatte. Als gläubige Muslimin wollte sie auf dem Foto des Führerscheins mit einem Kopftuch abgebildet sein.

Studien und Veröffentlichungen

SVR-Integrationsbarometer 2018 erschienen

Alle zwei Jahre misst der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) das „Integrationsklima“ in der deutschen Einwanderungsgesellschaft. Dabei werden sowohl Menschen mit als auch ohne Migrationshintergrund zu ihrer Wahrnehmung vom Zusammenleben in den Bereichen Arbeitsmarkt, Nachbarschaft, soziale Beziehungen und Bildung befragt. Für das aktuelle Integrationsbarometer wurden von Juli 2017 bis Januar 2018 insgesamt 9.298 Interviews geführt.

Altenpflegekräfte mit Migrationshintergrund: Ländervergleich Deutschland, Japan und Schweden

Im Rahmen eines Ländervergleichs zwischen Deutschland, Japan und Schweden analysiert eine neue Studie, wie Pflegekräfte mit Migrationshintergrund sowie Männer in die Altenpflegearbeit in den drei Ländern einbezogen werden. Dabei zeigt sich, dass Zeitdruck, Erschöpfung und prekäre Arbeitsverhältnisse für Pflegekräfte in allen drei Ländern verbreitet sind.

„Gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit“ – Neues Messinstrument zur geschlechtsneutralen Arbeitsbewertung

Rechtlich besteht ein Anspruch darauf, dass für gleiche und gleichwertige Arbeit gleiches Entgelt gezahlt wird. Im Rahmen des „Comparable-Worth“ Projekts wurde nun ein neues Messinstrument, der „Comparable Worth“-Index entwickelt, mit dem unterschiedliche Berufe bezüglich ihrer Arbeitsanforderungen und Belastungen geschlechtsneutral miteinander verglichen werden können.

Menschen mit afrikanischen Wurzeln und aus muslimisch geprägten Ländern haben oftmals schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt / Aktuelle Studie zum Thema Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt erschienen.

Für das im Mai diesen Jahres erschienene Discussion Paper „Ethnische Hierarchien in der Bewerberauswahl: Ein Feldexperiment zu den Ursachen von Arbeitsmarktdiskriminierung“ fingierten Prof. Dr. Ruud Koopmans, Dr. Susanne Veit und Ruta Yemane (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung) über den Zeitraum von zwei Jahren über 6.000 Bewerbungen auf echte Stellenausschreibungen, um den Gründen für ethnische Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt nachzugehen.

Algorithmen können Diskriminierung verhindern – sie aber auch auslösen / Aktuelle Studie zum Thema Diskriminierungsrisiken durch Algorithmen erschienen.

Einen aufstrebenden Trend in unterschiedlichsten Bereichen, wie bspw. digitale Geschäftsmodelle oder Bereiche des Gesundheits- und Personalwesens, stellen Algorithmen bzw. ADM-Systeme dar.

Termine

Fachtagung „Diskriminierungskritische Schule“ und Vorstellung Praxisbuch

Das adis e.V. – Antidiskriminierung · Empowerment · Praxisentwicklung veranstaltet am 5. und 6. November 2018 in Stuttgart die Fachtagung „Diskriminierungskritische Schule“.

Lehrkräftefortbildung in 3 Modulen „Vielfalt. Kompetent. Lehren.“ – Anmeldeschluss: 10.11.2018

Im Rahmen seines Bundesmodellprojekts „Akzeptanz für Vielfalt – gegen Homo-, Trans*- und Inter*feindlichkeit“ im Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ hat das BMFSFJ in Kooperation mit dem Braunschweiger Zentrum für Gender Studies und Schlau Niedersachsen die Lehrkräftefortbildung „Vielfalt. Kompetent. Lehren.“ konzipiert.

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