Navigation und Service

Diskriminierungserfahrungen von fürsorgenden Erwerbstätigen

im Kontext von Schwangerschaft, Elternzeit und Pflege von Angehörigen

- Steckbrief zum Forschungsprojekt -

Autor*innen: Prognos AG, in Zusammenarbeit mit Kantar, im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) Erscheinungsjahr: voraussichtlich Herbst 2021

Kurzüberblick

In den Beratungsanfragen und Beschwerden, die bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes eingehen, spiegelt sich wider, dass es für Eltern und pflegende Angehörige zu Benachteiligung am Arbeitsplatz kommen kann. Bisher liegen für Deutschland jedoch kaum empirische Studien vor, die belastbare Erkenntnisse zu Diskriminierungsrisiken fürsorgender Erwerbstätiger im Kontext von Schwangerschaft, Elternzeit und der informellen Pflege von Angehörigen liefern. Das geplante Forschungsvorhaben soll diese Forschungslücke schließen. Mit einer CAWI-Befragung (Computer-Assisted Web-Interviewing) von erwerbstätigen Eltern sowie Erwerbstätigen, die regelmäßig Angehörige pflegen, sollen belastbare Daten zu Ausmaß und Formen von Diskriminierungserfahrungen im Arbeitsleben erhoben werden. In Vorbereitung der Befragung werden Interviews mit Expert*innen geführt und Fokusgruppen mit den Zielgruppen der Studie durchgeführt. Das Forschungsvorhaben soll Antworten insbesondere auf folgende Fragestellungen liefern:

  • Welche diskriminierenden Situationen im Arbeitsleben haben die Befragten im Kontext von Schwangerschaft, Elternzeit oder der informellen Pflege von Angehörigen erlebt?
  • Welche Auswirkungen hatten die Erfahrungen auf die Betroffenen und ihre berufliche Situation und wie haben sie darauf reagiert?
  • Wie beurteilen die Befragten die Organisationskultur ihres*ihrer Arbeitgeber*in im Hinblick auf Vereinbarkeitsthemen sowie entsprechende Unterstützungsangebote?
  • Wie beurteilen die Befragten ihre Lebens-/Arbeitszufriedenheit im Vergleich zu Erwerbstätigen ohne Betreuungs- oder Erziehungsaufgaben?
  • Welche Unterstützungsangebote bzw. Veränderungen zum Umgang mit Diskriminierung und zur Verbesserung der Vereinbarkeit wünschen sich fürsorgende Erwerbstätige?