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Entwicklung von inhaltlichen und methodischen Mindeststandards

zur Dokumentation von Beschwerden und Beratungsanfragen im Bereich der Antidiskriminierungsberatung

- Steckbrief zum Forschungsprojekt -

Autor*innen: Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIMe.V., im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) Erscheinungsjahr: November 2021

Kurzüberblick

Ziel des Projektes ist die Erarbeitung eines Konzeptes für inhaltliche und methodische Mindeststandards von Dokumentationsverfahren bei Antidiskriminierungsberatungen. Dafür werden sowohl bereits bestehende Dokumentationssysteme miteinander verglichen, als auch Dokumentationssysteme anderer Beratungen (beispielsweise Opferberatungen) sowie standardisierte Dokumentationsverfahren anderer Länder in den Vergleich einbezogen.

Im Rahmen von insgesamt drei Workshops werden Expert*innen verschiedener Beratungsstellen gemeinsam die Möglichkeiten und Formen von Dokumentationssystemen diskutieren. Dabei wird es insbesondere um grundsätzliche Fragen der Zielsetzung von Dokumentationsstandards sowie die Abwägung von Vor-und Nachteilen gehen. Außerdem werden konzeptionelle Grundfragen angesprochen, die mit einer harmonisierten Dokumentation von Beschwerdedaten einhergehen. Dies betrifft insbesondere die zu erfassenden Aspekte und ihr Verständnis, aber beispielsweise auch die Perspektivität der Dokumentation (Berater*in, diskriminierte Person oder Beide), die Notwendigkeit der Erhebung soziodemographischer Daten sowie Vorkehrungen zum Datenschutz und die Integration in die Arbeitsprozesse.

Berücksichtigt werden dabei auch die unterschiedlichen Anforderungen an die Dokumentation seitens der Beratung, der Öffentlichkeitsarbeit und der Forschung. Die in den Workshops erarbeiteten Vorschläge werden deshalb unter anderem nach den Kriterien Handhabbarkeit der erhobenen Merkmale und Kategorien, Anonymisierung und Analysekraft der Daten geprüft.

Der abschließende Bericht wird die so entwickelten Dokumentationsstandards vorstellen und außerdem den partizipativen Prozess einschließlich der im Prozess entstandenen Debatten abbilden.